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Die Zeichen an der Wand -> Belsazar und Babylon: eine Chronik

Als der Bibel-König Belsazar mit seinem Hofstaat an prachtvoll gedeckten Tischen saß, erschienen sie zum ersten Mal: Menetekel – rätselhafte Zeichen an der Wand. Keiner der Schriftgelehrten war in der Lage, die wie von Geisterhand geschriebenen Buchstaben an der Wand des Palastes zu entziffern. Der Prophet Daniel aber erkannte darin die Ankündigung vom Untergang des Reiches Babylon. „Gewogen und für zu leicht befunden“ – so übersetzte er die Zeichen der Zeit.

 

1931: William Walton: Belshazzar´s Feast

Babylon was a great city

Am 8. Oktober 1931 erklang beim Leeds Festival in der dortigen Town Hall das erste Mal Belshazzar´s Feast, eines der wichtigsten englischen Chorwerke des 20. Jahrhunderts, komponiert und getextet von William Walton (1902-1983). Es erzählt vom beispiellosen Reichtums Babylons und seinem Untergang, angekündigt durch die Zeichen an der Wand:

 

1935: Und das mehrmals zerstörte Babylon

Wer baute es so viele Male auf

Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon,
Wer baute es so viele Male auf?

 

1954: He had concubines and wives (Johnny Cash)

He called his Babylon Paradise

Well, the Bible tells us about a man
Who ruled Babylon and all its land
Around the city he built the wall
And declared that Babylon would never fall 

 

1965: He never sees the writing on the wall

Universal Soldier

And he's fighting for Democracy
He's fighting for the Reds
He says it's for the peace of all
He's the one who must decide
Who's to live and who's to die
And he never sees the writing on the wall

 

1969: The Melodians haben einen Reggae-Hit mit Rivers of Babylon

By the rivers of Babylon
Where we sat down
And there we wept
When we remembered Zion



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Die zugehörige Ausstellung war vom 6. März bis zum 14. April 2009 in der Stadtbibliothek Bremen zu sehen.
Gesamtkonzeption: Michael Zachcial - mit Unterstützung der Arbeitnehmerkammer Bremen,
der Stadtbibliothek Bremen und Racaille Verte


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